Innovation made in Hamburg

Ehrenamtliches Engagement

Vision 2054: Eine Stadt, die im Kreislauf funktioniert

Stell Dir Hamburg im Jahr 2054 vor: weniger Müll, weniger Abhängigkeit von brüchigen Lieferketten, dafür mehr lokale Wertschöpfung, mehr Reparatur, mehr gemeinsames Machen. Fab City ist die Idee, Städte von reinen Konsumorten zu Orten zu entwickeln, die wieder selbst herstellen, wiederverwenden und weiterdenken können.

Eine Hand hält ein weißes Tuch mit dem gelben Schriftzug "MAKE", am Handgelenk sind bunte Armbänder zu sehen.

Warum diese Vision jetzt zählt

Klimakrise, Ressourcenverschwendung, digitale Umbrüche und eine Arbeitswelt im Wandel treffen besonders Städte, denn hier leben heute schon viele Menschen und es werden noch mehr. Gleichzeitig liegt in Städten die größte Chance: hier können wir schneller neue Lösungen ausprobieren, Alltagsprobleme praktisch angehen und Veränderungen spürbar machen. Im Quartier, in der Schule, im Betrieb, in der Werkstatt.

Was bedeutet „Fab City“ konkret?

Eine Fab City (Fabrication City) arbeitet daran, (fast) alles, was sie verbraucht, zunehmend lokal zu produzieren. Und zwar kreislauffähig. Das Ziel der globalen Initiative: bis 2054 vom alten Prinzip „Products In – Trash Out“ wegzukommen (Produkte rein, Müll raus) und stattdessen Wissen und Designs zu teilen: „Data In – Data Out“. Heißt: Baupläne, Knowhow und digitale Produktionsdaten werden weltweit ausgetauscht. Die Herstellung und Wiederverwertung passiert vor Ort.

 

Das ist:

  • Ökologisch sinnvoll, weil Ressourcen länger genutzt und Emissionen reduziert werden können,
  • Wirtschaftlich stark, weil lokale Produktion Hamburg unabhängiger macht,
  • Sozial wirksam, weil Menschen nicht nur konsumieren, sondern wieder näher an der Wertschöpfung stehen, mit mehr Selbstwirksamkeit und Zusammenhalt

Wie das möglich wird: Open Source und urbane Produktion

Diese Vision ist keine Science-Fiction. Immer mehr Technologien sind als Open Source Hardware verfügbar, also so dokumentiert, dass Baupläne und Software frei genutzt, verbessert und geteilt werden können. Zusammen mit digitaler Fertigung (z.B. 3D-Druck, CNC) entsteht eine neue Logik: Produkte können global entworfen und lokal gefertigt werden, angepasst an die Bedürfnisse vor Ort. Maker Spaces, Fab Labs und offene Werkstätten sind dafür die „Orte des Machens“. Sie bringen Menschen, Wissen und Werkzeuge zusammen.

Nächste Schritte in Hamburg bis 2027

Fab City Hamburg baut heute die Grundlagen für die Stadt von morgen mit konkreten Hebeln:

 

  • Menschen erreichen: Workshops und Formate, die Kreislaufwirtschaft verständlich machen und zum Mitmachen einladen.
  • Ideen in Produkte bringen: Challenges und Maker-Formate, die kreislauffähige Innovationen sichtbar machen und Prototypen unterstützen.
  • Werkstätten stärken: ein wachsendes Netzwerk offener Orte als niedrigschwelliger Zugang zu Lernen, Reparatur und digitaler Fertigung.
  • Bildung fördern: damit Kinder und Jugendliche zu „Fab Citizens“ werden – mit praktischem Zukunfts-Know-how.
  • Reparatur erleichtern: Orientierung durch Tools und Karten, die Reparaturangebote in Hamburg sichtbar machen.
  • Lokale Produktion sichtbar machen: Daten und Wissen über „Made in Hamburg“ sammeln, um Potenziale zu erkennen und auszubauen.

Unsere Werte

Fab City steht für Offenheit, Transparenz und Teilhabe: Wo möglich setzen wir auf Open Source, stärken Datensouveränität als Gemeingut und gestalten Prozesse so, dass sie nachvollziehbar und inklusiv sind.

 

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