Forschungsprojekt Fab City

Zukunft
Made in
Hamburg

Ein jüngerer Mann bedient ein Steuergerät mit Fab City Hamburg Logo, während ein älterer Mann mit Brille und Bart gestikulierend spricht.

Hier entsteht Zukunft

nachhaltige Produktion in der Stadt? Lokal und für möglichst viele zugänglich?

Forschungsprojekt „Fab City“: Zusammenarbeit für lokale Produktion in Hamburg Wie kann nachhaltige Produktion in der Stadt funktionieren? Lokal und für möglichst viele Menschen zugänglich? Der Fab City Hamburg e.V. und die Helmut-Schmidt-Universität arbeiten seit 2025 gemeinsam mit 11 weiteren Partnern im Forschungsprojekt „Fab City“. Das Projekt wird von dtec.bw gefördert.

FAB CITY HAMBURG PLAYBOOK

Welche Rolle spielen offene Werkstätten, zirkuläre Materialflüsse und partizipative Innovationsformate? Antworten auf diese Fragen liefert das Fab City Hamburg Playbook, entwickelt an der Helmut-Schmidt-Universität vom Laboratorium Fertigungstechnik (LaFT) und dem New Production Institute gemeinsam mit zahlreichen Partnerinstitutionen.

Das Playbook zeigt, wie nachhaltige und digital gestützte Produktion in der Stadt konkret aussehen kann. Es bündelt die wichtigsten Erkenntnisse aus vier Jahren Forschung und Praxis in Hamburg. Du erfährst, welche Rolle offene Werkstätten, zirkuläre Materialflüsse und gemeinschaftliche Innovationsformate für die Stadt von morgen spielen. Das Playbook macht sichtbar, wie lokale Produktion, Kreislaufwirtschaft und digitale Fertigung zusammenwirken können. Mit Beispielen aus OpenLabs, Open Source Prototypen und Workshops lädt es dich ein, neue Ansätze kennenzulernen und weiterzudenken. So ist es nicht nur ein Leitfaden für Fachleute, sondern auch ein spannender Einstieg für alle, die Stadt anders machen wollen.

Du möchtest dich austauschen oder mehr über das Vorgehen im Forschungsprojekt Fab City erfahren? Dann nimm Kontakt auf und wir leiten dich zur passenden Ansprechstelle weiter!

Teilprojekt 1

Produkte
made in Hamburg

Im Unterprojekt „Made in…Hamburg“ untersucht Fab City Hamburg Potenziale und Kapazitäten lokaler Fertigung von Produkten in Hamburg. Zusätzlich wird die Nutzung von Reparaturdienstleistungen in Hamburg gefördert.

Wenn lokale Fertigung und Reparatur stärker genutzt werden, können Wege kürzer werden und Wissen vor Ort bleiben. Genau dafür werden Potenziale, Kapazitäten und Nutzungsmöglichkeiten in Hamburg betrachtet.

Wir bauen eine Datenbank auf, mit herstellenden Unternehmen und Produkten die in Hamburg gefertigt werden.

So wird sichtbar, was heute schon lokal entsteht – und wie nah Hamburg an das Fab-City-Ziel für 2054 herankommt.

 

Fab Cities und Fab Regions verfolgen das Ziel, bis 2054 möglichst viele Produkte in einer lokalen oder regionalen Kreislaufwirtschaft selbst zu produzieren. Unsere Bestandsaufnahme zeigt, wie weit Hamburg davon entfernt ist und wo das, was wir täglich nutzen, heute herkommt. Ob ein Produkt als in Hamburg gefertigt gilt, orientiert sich an rechtlichen Kriterien für „Made in Germany“. So bleibt die Erfassung nachvollziehbar und vergleichbar.

 

Wir sammeln die Unternehmen und Produkte in einer Datenbank. Zusätzlich werden die Einträge kartiert, damit lokale Produktion in der Stadt sichtbar wird.

 

Erfasst werden sowohl herkömmliche Produkte als auch Open-Source-Produkte inklusive Design-Dokumentation und Stückliste (BOM), sofern vorhanden. Die Dokumentation orientiert sich an Parametern, wie sie in einem künftigen Digitalen Produktpass angelegt sein könnten. Die Erfassung startet in vier dtec-Anwendungskontexten: Kunststoffe, Textilien, Lebensmittel sowie Geräte/Maschinen. Danach wird die Datenbank schrittweise auf weitere Sektoren ausgeweitet.

Neben der Bestandsaufnahme untersuchen wir Potenziale und Hemmnisse sowie realistische Zeiträume, um das Ziel zu erreichen. Außerdem analysieren und dokumentieren wir die Fertigungstiefe in den vier Branchen in Fortführung des Projekts Fab City Index (INTERFACER WP 3.3).

Mehrere Personen fahren auf speziellen Lastenrädern mit begrünten Plattformen, die Pflanzen und einen Hund tragen, durch eine Stadt.

Teilprojekt 2

Mit der 'Reparaturkarte' Betriebe in Hamburg leichter finden

Wir bauen eine Online-Karte auf, die Reparaturbetriebe und Werkstätten in Hamburg systematisch sichtbar macht. Denn Reparatur wird wichtiger, wenn Produkte länger und intensiver genutzt werden sollen.

Für eine lokale Kreislaufwirtschaft reicht es nicht, Produkte nur gut zu bauen und ressourcenschonend herzustellen. Wartung und Reparatur werden umso wichtiger, je länger Produkte genutzt werden sollen.

 

In Hamburg werden jährlich Reparaturdienstleistungen von über 5 Mrd. Euro erbracht. Trotzdem fehlt eine leicht zugängliche, systematische Übersicht, um den passenden Betrieb zu finden – oft läuft es über Empfehlungen. Nach dem Vorbild von Wien und Berlin entsteht eine Online-Karte, in der Reparaturbetriebe und Werkstätten eingetragen sind. Ähnlich wie bei Google Maps, nur systematisch und möglichst umfassend. Wir erfassen Reparaturkapazitäten Hamburger Unternehmen, besonders von Handwerksbetrieben, in Kooperation mit der Handwerkskammer Hamburg. Die Daten werden in einer Datenbank gesammelt, die eine Kartierung ermöglicht.

 

Wir untersuchen, wie Einzelpersonen, Betriebe und Organisationen Informationen zu Reparaturoptionen finden. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Reparaturanfragen werden ausgewertet und im Abschlussbericht dokumentiert. Pflege, Betrieb und Aktualisierung der Online-Reparaturkarte sollen nach Projektende von Fab City Hamburg weitergeführt werden. So bleibt die Übersicht langfristig nutzbar.

Eine Person lötet unter einer Lupe an einer grünen Leiterplatte, wobei die Hände und das Werkzeug im Fokus stehen.

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